Donnerstag, 9. Juni 2016

Bloggen: Fluch oder Segen?



So lange nun schon, um genauer zu sein fast 3 Jahre schreibe ich in meinem öffentlichen Jagdtagebuch über meine Erlebnisse. Am Anfang alles sehr verhalten und so, dass niemand irgendwie meckern konnte. Natürlich sind dann doch recht schnell Jagdgegner auf mich aufmerksam geworden und haben mich im Internet „zerrissen“. Für mich war dies sehr schlimm und ich wusste nie so richtig, wie ich damit umgehen sollte.

Daher war ich froh, dass viele meiner Leser mir immer den Rücken gestärkt haben und mir trotzdem immer Mut gemacht haben damit nicht aufzuhören. Ich habe gelernt damit umzugehen, sie zu ignorieren und drüber zu stehen. Sollen die Leute es halt nicht lesen wenn es Ihnen nicht gefällt oder sie anspricht. Mir immer noch ein Rätsel, warum man meckern muss, obwohl es einen doch grundsätzlich gar nicht interessiert. Wie langweilig und eintönig muss den ihr Leben sein, dass man seinen Hass und seine Langeweile auf andere Menschen projiziert? Naja sollen Sie halt machen, mittlerweile schmunzel ich darüber nur noch.

Oftmals stellte ich mir in Vergangenheit die Frage, ob ich Menschen mit meinem Blog erreiche und sie das wirklich interessant finden was ich so schreibe. Positives Feedback bekomme ich schon ab und zu und auch konstruktive Kritik über die ich mich wirklich sehr freue. Nur so kann ich an den Aufgaben wachsen und frischen Wind reinbringen, aber mir dennoch treu bleiben.

Dies alles zu erkennen und zu begreifen war ein langer und steiniger Weg. Ich hatte immer das Gefühl allen gefallen zu müssen, die Themen aufzugreifen die andere bewegen, aber ich habe erkannt, dass ich das gar nicht möchte. Für mich sind andere Themen wichtig. Ich will damit keinem Trend hinterher eifern, sondern etwas machen, was ich noch viele Jahre habe und mich begleitet. Etwas was ich vielleicht irgendwann mal meinen eigenen Kindern zeigen kann.

Ich möchte mich dennoch gerne von der Masse abheben. Zum einen tue ich das in meinem Schreibstil, zum anderen in meiner Themenauswahl. Meine Stärke ist eine Menge persönliches in jeden Beitrag einfließen zu lassen. Ja, dann gefällt es vielleicht einigen nicht, aber ich bleibe mir treu und das ist mir tausendmal lieber, als mich verstellen und ändern zu müssen. Ich muss nicht einem Ideal entsprechen und anderen gefallen, sondern ich muss mich damit gut fühlen.



Ein Blog macht eine Menge Arbeit. Mit einem bisschen Text schreiben ist es meiner Meinung nicht getan. Für mich soll es aber keine Arbeit sein, sondern eine weitere Leidenschaft neben dem eigentlichen Jagen. Dazu kommt noch meine Lust am Fotografieren. Viele Fotos werden gemacht und viele davon werden in den Papierkorb verschoben. Mit der eigenen Entwicklung verändert sich auch ein Blog und auch die Qualität der Bilder und Texte. Man wächst und reift damit und spricht irgendwann auch eine andere Lesergruppe an. Mein Blog soll für Jäger und Nicht-Jäger gedacht sein. Umso schöner finde ich es, wenn meine Nicht-Jagenden Freundinnen meine Texte lesen und diese gut finden.

Ich freue mich nun wieder aktiver werden zu können und Zeit für alles zu haben. Ich darf in Zukunft mit dem Forst zusammen arbeiten. Meine Leidenschaft ist die Waldpädagogik und dazu werde ich nun meine erste Weiterbildung machen. Ich bin mit meiner Entscheidung total happy und freue mich auf das was noch kommt. Diesen Monat gibt es bereits die erste Zusammenarbeit und am Freitag das erste Gespräch. Ich bin froh mich ehrenamtlich engagieren zu können und den Kindern und Jugendlichen die Natur wieder näher bringen zu können. Im Hinterkopf habe ich noch tolle Ideen für die Erwachsenen, mal sehen was die Zeit bringt.

Ich lasse mich durch niemanden mehr aufhalten und von meinen Zielen abbringen. Wie oft habe ich mir anhören das es nichts wird oder nicht klappt. Irgendwie klappt es halt doch immer. Erreicht man ein Ziel nicht, setzt man sich halt einfach ein Neues.
Meine Ziele können nicht ausgehen, mein Kopf sprudelt nur so vor Ideen und Überzeugungen und einige Menschen in meinem Umfeld konnte ich von meiner Sache überzeugen. 

Zum einen durch Erzählungen, zum anderen durch gemeinsames Kochen und natürlich durch eigene praktische Erfahrungen im Revier. Mein Blog erzählt einige dieser Geschichten, sodass diese vielleicht eine Idee für andere Jäger sein könnten.


Ich stehe voll und ganz hinter der Jagd. Diese ist ein großer Teil in meinem Leben geworden und beeinflusst mein Leben und meinen Beruf enorm. Darüber bin ich unendlich glücklich und hoffe das alles noch viele Jahre leben zu dürfen.



Mein Fazit zu den zwei Jahren die ich meinen Blog schon habe, für mich der absolute Segen und ein Traum mich so ausleben zu können. Ich denke durch ehrliche und hautnahe Geschichten erreicht man mehr Menschen und kann man mehr überzeugen, dass die Jagd absolut nicht negativ zu betrachten ist.

Ich hoffe noch einige Menschen damit erreichen zu können und natürlich meine langjährigen Leser weiterhin begeistern zu können. Ohne euch wäre ich nicht dort wo ich heute bin – ganz nah bei mir!!!



Danke an alle und natürlich viel Waidmannsheil


Eure Josi

Kommentare:

  1. Hallo Josi!
    Da hat wohl jemand schon vor mir die gleiche Idee gehabt. Bin zwar schon etwas älter als du aber auch Jungjäger und lege mir gerade ein Jagdtagebuch in Form eines Blogs an, ebenfalls hier bei Google.
    Ist eigentlich mehr für mich als für andere.
    Will mir einfach selbst bestimmte Momente festhalten um sie mir zu erhalten. So kann ich auch in ein paar Jahren nochmal über meine Anfänge nachlesen und werde sicher das ein oder andere Mal schmunzeln.
    Vielleicht kannst du mir ja den ein oder anderen Tipp geben was man festhalten sollte oder was für dich besondere Momente waren, wobei ich bin mir recht sicher das merke ich auch selbst.

    Wünsch dir weiterhin viel Spaß bei deiner Passion und wünsch dir Waidmannsheil!

    Ich mach mich jetzt zur praktischen Ausübung auf die Socken.

    Viele Grüße
    Frieda

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    1. Hallo Frieda, ja ich mache das ganze nun seit fast drei Jahren. Ich bin sehr glücklich damit und mache nebenbei viele praktische Dinge bezüglich der Jagd.
      Schau einfach was dir gefällt und womit du dich gut fühlst, dann klappt das. Pass mit Erregerbildern auf bzw. hab ein dickes Fell bezüglich Jagdgegner.
      Hast ja auch schon ein bisschen was geschrieben, freut mich!

      Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog

      Liebste Grüße und Waidmannsheil

      Josi

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  2. Hallo Josi, danke für die Tipps. Aber wie bereits erwähnt mach ich das eigentlich hauptsächlich für mich selbst als Tagebuch und für die Gruppe von Jungs und Mädels die mit mir den Jagdschein gemacht haben. Hier wird sich kaum ein Fremder hin verirren und ein dickes Fell hab ich sowieso.

    Viele Grüße und auch dir Waidmannsheil!

    Frieda

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  3. Sehr gut und ich meinte natürlich Erlegerbilder. Mein Laptop hat ein Eigenleben ;-). Bist du in den sozialen Netzwerken vertreten??

    Liebste Grüße und Waidmannsheil

    Josi

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  4. Nein bin ich nicht. Weder bei Facebook, oder Twitter, noch bei Instagram oder sonstigem. Einzig Google+ aber ohne großen Hintergrund. Siehst du ja anhand meines Profils ;-)
    Das mit dem Erlegerbild ist natürlich klar und das du das meintest auch. Und das mit dem Eigenleben kenne ich irgendwo her ;-)

    Viele Grüße und Waidmannsheil

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  5. Ah okay. Naja ich nutze nebenbei halt noch Facebook, gerade für meinen Blog und meine Website und halt Instagram. Auf den Rest verzichte ich auch, sehe ich für mich wenig Sinn drin. Ja bei dir ist alles sehr clean, was ich aber auch gut finde.

    So ich schreibe mal weitere Sachen für meine Website.
    Falls du Fragen hast, kannst du dich jederzeit sehr gerne melden.

    Liebste Grüße und Waidmannsheil

    Josi

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