Dienstag, 10. Mai 2016

Jagd mit Freunden



Hallo meine lieben Leser,

das lange Männertagswochenende ist nun vorbei und ich hoffe es sind alle gut in die neue Woche gestartet.
Ich bin Mittwochabend zu meiner Schwester nach Thüringen aufgebrochen.
Vier Tage einfach mal ausruhen und den Kopf frei bekommen.

Am Mittwochabend habe ich mich entschieden nicht auf Jagd zu gehen, sondern lieber noch ein wenig Zeit mit meinen Nichten und meiner Schwester zu verbringen.

Da am nächsten Tag Männertag war, entschloss ich mich ein wenig auszuschlafen und dann für meine bevorstehenden Prüfungen zu lernen. Naja, Sonnenschein draußen und aber ich blieb lieber drin im Wohnzimmer. Mir war einfach klar, dass ich lieber die Sonne genießen würde, als zu lernen.

Die Kids spielten mit den Hunden auf dem Hof und ich wälzte eine Stunde lang meinen dicken Ordner. Nach der besagten Stunde lernen, entschied ich mich für eine kleine Pause und bearbeitete meinen Blog und meine Fotos und das sogar im Sonnenschein!!!

Am Nachmittag ging ich mit der Kamera auf Fotopirsch ins Revier. Der Raps strahlte so toll in diesem gelb, dass ich ihn als liebstes Motiv fotografiert habe. Eine Stunde bin ich durchs Revier getappt, aber es kam kein Wild in Anblick.
Für den Abend hatte ich wieder keinen Ansitz geplant. Nach dem ganzen Stress in den letzten Wochen war ich froh, einfach mal die Beine auf dem Sofa lang zu machen und abzuschalten.


Freitag plante ich seit längerem wieder mal einen Ansitz. Ich hatte mit meinem Schwager kurz besprochen was frei gegeben ist und bin dann am Abend mit der Waffe zum Sitz gelaufen. Ein halboffener Sitz mitten in den Buchen. Dort konnte ich bereits zwei Böcke erlegen und erhoffte mir dieses Mal wieder Jagdglück.
Lange war es ruhig um mich herum. Ich lauschte dem Gezwitscher der Vögel und lehnte mich einfach zurück. Plötzlich raschelte es hinter mir im Laub. Langsam drehte ich mich um und sah einen Hasen an der Salzlecke. Eine ganze Weile beobachtete ich ihn und nutzte seine Anwesenheit um ein paar Fotos zu machen.


Nach einer viertel Stunde war er wieder im Wald verschwunden. Ich lehnte mich also wieder zurück und genoss noch ein wenig die Sonnenstrahlen im Gesicht.

Gegen 19.45 Uhr trat 2m neben dem Pirschweg ein Bock auf die Lichtung. Ich merkte wie mein Puls schneller wurde und griff fix zum Fernglas. Ich beobachtete ihn und wie im Lehrbuch zog er auf die Lichtung und stand breit. Nachdem ich noch letzte Bilder von dem Bock gemacht hatte, nahm ich meine Waffe. Doch zu lange gewartet und der Bock zog von mir weg. Schade, die perfekte Chance habe ich verpasst. Naja, nicht weiter ärgern sondern die restliche Zeit vor dem Dunkel werden noch genießen. Den restlichen Abend hatte ich leider keinen Anblick mehr, habe mir aber vorgenommen den nächsten Abend mit meiner Freundin auf Ansitz zu gehen.



Samstag war ein ruhiger Tag. Das Wetter war einfach richtig toll. Sonnenschein und blauer Himmel, was will man mehr. Vormittags hab ich zwei Frischlinge abgezogen und bin mit Jäger Felix eine Runde kirren gefahren. Den Nachmittag haben wir alle lecker Kuchen gegessen und die Sonne genossen. Am Abend sind meine Freundin Lisa und ich mit dem Quad Richtung Ansitz gefahren. Wir steuerten hoch motiviert den halboffenen Sitz in den Buchen an. Angekommen machten wir es uns gemütlich und ich erzählte ihr ein bisschen über die heutige Jagd. Gegen 19.30 Uhr hatten wir den ersten Anblick. Ein Bock trieb ein Schmalreh vor sich her, leider weit weg, aber ich war froh Lisa das Fernglas reichen zu können und sie somit am Anblick teilhaben zu lassen. Später kam dann der Bock vom Vortag in den Wald gezogen, aber leider stand er nie frei von Bäumen. Schade, aber nicht schlimm. Lisa erfreute sich am Anblick genauso sehr wie ich. Wir baumten bei Einbruch der Dunkelheit ab und fuhren nach Hause. Zuhause berichteten wir unsere Anblicke und ließen den Abend mit Freunden ausklingen, die mit im Revier ansaßen.



Sonntag begann für mich bereits 4.30 Uhr. Meine Allergie hat mich wach gehalten und um meine Freundin und meine Hunde nicht zu wecken, bin ich dann aufgestanden und habe den sonnigen Tag in der Frühe begonnen. Meine Schwester und mein Schwager waren beim Gemeinschaftsansitz im Revier. Gegen 7.15Uhr kam meine Schwester nach Hause. Lisa war bereits aufgestanden und wir fragten gespannt, ob sie Jagdglück hatte. Sie konnte als Einzige einen Knopfbock strecken. Sie holte fix eine Wildwanne und wollte wieder los. Audax ging für eine kleine Nachsuche mit. Er hat selbstständig vom Anschuss aus gesucht und sogar den Knopfer gefunden. Da war ich schon ein klein wenig stolz auf den kleinen Mann.
Meine Freundin und ich machten uns nach dem Frühstück auf ins Kühlhaus, dass Schmalreh von Felix abziehen. Der kam später selbst noch vorbei und zerwirkte mit mir gemeinsam.
Nachdem wir dann lecker Mittag gegessen hatten und eine kleine Quadtour durchs Revier gemacht haben, gab es gemeinsames Kaffee mit meiner Schwester und meinen Nichten und am Abend ging es ein letztes Mal für dieses Wochenende raus auf Ansitz.
Leider hatten wir an diesem Abend gar keinen Anblick, trotzdem sind wir nicht mit leerem Herzen nach Hause gefahren.



Nächstes Wochenende geht es auf Schweinejagd, darauf freue ich mich sehr, denn Lisa ist wieder an meiner Seite und hoffentlich haben wir Anblick, sowie Jagdglück.

In diesem Sinne

Waidmannsheil Josi

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