Samstag, 20. September 2014

Etwas Besonderes!!!!

Meine lieben Leser,

vielen lieben Dank für über 2000 Aufrufe auf meinem Blog. Ich bin gerührt und freue mich gleichzeitig so sehr über eure Unterstützung.

Wieder ist ein Wochenende vergangen. Nachdem ich letzte Woche Donnerstag anfing zu kränkeln und meine rechte Rippenseite sehr schmerzte, habe ich schon das Wochenende ins Wasser fallen sehen. Aber mit viel Suppe, Zitrone und ein paar Tabletten ging es zum Samstag hin wieder besser. 

Ich fuhr mit meinem Freund und meinem Hund nach Thüringen zu meiner Schwester. Meine Nichte hatte Geburtstag und wir wollten am Samstag groß feiern. Leider regnete es die ganze Zeit unentwegt. Ätzend solche Tage. Die kann niemand gebrauchen und will auch niemand. 
Aber man merkt es wird Herbst und eigentlich freue ich mich sehr darauf. Aber das habt ihr ja schon in den letzten Blogs gelesen ;-)!!

Freitag 12.09.2014

Nachdem wir in einen Stau von 12 km geraten waren und dann irgendwann um 18 Uhr auch bei meiner Schwester ankamen, sah ich schon dass es mit Jagd wohl nicht viel werden würde. Es war zwar Sauwetter -  aber selbst die Schweine rührten die Kirrungen nicht an.
Verbrachte ich den Abend mit meinen geliebten Nichten und spielten im warmen Wohnzimmer. Ich liebe die alten Kachelöfen. Nach der Drückjagd letztes Jahr war der Ofen mein bester Freund ;-).
Meine Schwester und ich beschlossen gegen 23 Uhr nochmal eine Runde zu pirschen, aber auch das viel wegen starken Nebel und Regen aus.
Konnte ich mich weiter ausruhen und wieder gesund werden. 
So ging dann auch der Freitagabend zu Ende und ich huschelte mich gegen halb 12 in meine kleine Mollidecke ein und darüber kam die große Daunendecke.
Eigentlich wollte ich um 3 Uhr auf Ansitz raus und deswegen zeitig schlafen, aber den Wecker hörte ich leider nicht.

Wer das Wort: " Mollidecke" nicht kennt - ist eine Fleece Decke!! ;-)

Samstag 13.09.2014

Jaaaaa ich hörte den Wecker nicht, also ich wollte ihn glaube nicht hören. Lieber kuschelte ich im warmen Bett. Gegen 8 Uhr machte ich die Augen auf und sah dieses blöde Wetter GRRRR!!!!!
Wieder regnete es und ich sollte auf den Schießstand fahren. Nochmal meine Büchse Einschießen und ein paar Wurftauben runterholen.
Halb 10 waren wir auf dem Stand und 5 Schuss brauchte ich nochmal um meine Waffe zu korrigieren. Aber jetzt ist alles perfekt. Finde es immer sehr belustigend wenn die Männer ihren Mund nicht zu bekommen wenn ich mit meiner Waffe komme und sie mein Kaliber sehen ( 7x64 ) und ich dann auch noch die 10 treffe ;-)!!!!!!!! *hihi* Ganz erstaunt war der nette Herr auch darüber, dass ich keinen Stecher an meiner Waffe habe. Worüber ihr Männer euch so alles wundern könnt - Unglaublich!!!!!









Meine Büchse wieder in ihr kuscheliges Häuschen verpackt und meine Flinte rausgeholt. Es ist noch ein ungewohntes Gefühl mit meiner neuen Flinte. Aber ich finde sie toll. Es ist eine Sauer& Beretta mit Doppelabzug.  Ich bin den Doppelabzug von meiner Kurs -  bzw.Prüfungsflinte gewöhnt, deswegen sollte es wieder so eine sein. Ja zufrieden war ich mit meiner Leistung auf dem Schießstand nun nicht, aber so ist das halt. Übung macht den Meister und deswegen gehe ich nun mehr üben. Gut sein reicht mir nicht. Das Wetter tat noch sein Übriges und vermieste mir die Stimmung noch mehr. Am Abend wollte ich dann endlich raus auf Jagd, aber wenn ich mir so die dicke Wolkendecke ansah, sah ich schwarz.
Zu Hause wieder angekommen berichtete ich meiner Schwester meine Leistung. Sie sieht das alles sehr locker und entspannt, aber ärgert sich bei sich selber auch immer total. Wir kochten dann zusammen Kürbissuppe und am Nachmittag machten wir eine schöne Geburtstagstafel für meine süße Nichte. Ich verbrachte mit meinem Freund einen ruhigen Abend zu Hause, während meine Schwester, ihr Mann und meine Nichten bei einer Hochzeit waren. Konnte ich mich ausruhen um für meinen Nachtansitz ausgeschlafen zu sein.
JA Pustekuchen. Die kleinste meiner beiden Nichten kam mit Ihrer Freundin zum Spielen. Nix mit ausruhen und schlafen.
Irgendwann konnte ich dann doch noch für ein paar Minuten die Augen schließen, doch dann klingelte schon der Wecker und ich musste mich anziehen.
Ich kam mir vor wie ein Michelin- Männchen mit den ganzen Klamotten, aber frieren wollte ich auch nicht.

Kurz nach halb 12 ging es dann los. Alle Punkte im Kopf nochmal durch gegangen und dann konnte ich mich beruhigt ins Auto setzen. Nach 5 - minütigen Fahrtweg stellten wir das Auto ab und stiegen aus. Es war recht finster durch die dicken Wolken, doch ich hoffte, dass sie sich noch ein wenig verzogen und der Mond ein wenig Licht spendet. Gerade die Waffe über den Rücken geschnallt und ein paar Schritte gelaufen, fing es auf einmal so Doll an mit regnen. Die kurze Überlegung getätigt ob wir lieber wieder Heim fahren, aber egal, wir pirschten über die große Wiese am Waldrand entlang. Nach ca. 10 Minuten pirschen kamen wir an der Kanzel an. Hier war Vorsicht geboten. Alles war nun klitschnass und glatt. Wir konnten nur langsam die Leiter hochklettern. 
Endlich saßen wir dann in der Kanzel und als ich das Licht meiner Taschenlampe löschte, merkte ich erstmal wie stockfinster es war. Unglaublich. Ich sah noch nicht mal meine eigene Hand. 
Mein Freund und ich lehnten uns zurück und warteten. Ja, nur worauf wartet man im Dunkeln??

Ich öffnete zwischendurch mal das Fenster und es goss wie aus Eimern. Fenster wieder zu und entspannen. 
Naja die Wolken zogen nicht mehr auf, sondern es wurde nebelig. Schön!!! Ich war ja begeistert.
Konnte ich dann auch die Augen zu machen, nur schlafen ging auch nicht so recht. Also war ich die meiste Zeit wach und gegen halb 6 kam vom Felix eine SMS:" ACHTUNG, Schweine sind da"!
Ich war auf einmal putzmunter und bereit. Der Nebel hatte sich inzwischen auch verzogen und die Sicht war frei. Hmmmm -  keine Schweine zu sehen :-(. Ich hatte mich schon so gefreut. Dreiviertel 6 kam dann eine weitere SMS:" Schweine sind wieder weg, kannst wieder schlafen"!




Wie ärgerlich das ganze doch war. Felix ein weiterer Begehungsscheininhaber im Revier meines Schwagers/ meiner Schwester saß auf der großen Wiese weiter oben auf einer Kanzel - wir weiter unten Richtung Wald.

Naja da wir keinen Anblick hatten und ich bald mal auf die Toilette musste, schlug ich meinem Freund vor das Mauspfeifchen auszutesten. 
Ich fing dann an zu pfeifen und es schallte so enorm auf der freien Fläche, dass ich war etwas erschrocken. Ich begann nach ein paar Minuten Pause eine zweite Serie und machte dann wieder Pause. In dieser Pause knallte es oben auf der Wiese.

Ich schnappte mir mein Handy und schrieb Felix was er geschossen hat.
Ihr könnt euch natürlich alle denken was es war -  na klar - ein FUCHS!!!!
Ich schrieb ihm: " Waidmannsheil, aber das war mein gelockter Fuchs ;-)"!
Seine Antwort: "Waidmannsdank, warte vielleicht kommt noch einer ;-)"! Es kam kein Fuchs mehr. Aber das ist gar nicht schlimm.
Naja gegen 7 baumten wir dann ab und pirschten zum Auto zurück. Felix war dann mit dem Fuchs schon weg.

Das war also mein Ansitz. Ich finde es nicht schlimm nichts schießen zu können, aber ich beobachte so gern und diesmal war halt leider nichts da. Aber auch das ist Jagd und die Ruhe macht mich dann doch sehr glücklich. Es ist schön mittendrin zu sein, wenn die Natur erwacht.


Sonntag 14.09.2014

Ausflug auf die "Wald und Jagd"

Wie einige in meinen vorherigen Blogs schon lesen konnten, ist meine Schwester Jagdhornbläserin. Sie hatte am Sonntag einen Auftritt mit den anderen Jagdhornbläsern auf dieser kleinen Veranstaltung.

Es gab viele Sachen zu sehen und für Nicht-Jäger war es sehr interessant gemacht. Es wurden viele Präparate ausgestellt, Jagdhunde wurden vorgestellt, die Falknerei stellte sich vor, auch Pilzexperten waren vor Ort. Laserschießen wurde angeboten, viele Essensstände und Live-Musik gab es. Bis auf dieses schlechte Wetter war es eine sehr schöne und gelungene Veranstaltung wie ich finde. Es wurde über die Jagd und die darin enthaltenden Aufgaben aufgeklärt.
Innerhalb der Jäger und der Außenstehenden fühlte ich mich richtig wohl und aufgenommen. Ich hoffe im nächsten Jahr findet diese Veranstaltung auch wieder statt, hoffentlich mit viel Sonnenschein. 

Ich freundete mich recht schnell mit einem kleinen süßen Hund an. Den hätte ich am liebsten mitgenommen. Ich kniete mich zu dem kleinen Mann hinunter und schon bekam ich ein ungewolltes Küsschen und mein Hund wurde eifersüchtig. Aber die beiden haben sich richtig gut verstanden und haben ein wenig gespielt. Es war süß mit anzusehen.







Ja ich bin etwas ganz Besonderes, denn ich bin Jägerin.
Es ist so schön Mitglied in so einer tollen Gemeinschaft zu sein. Niemand zeigt mit dem Finger auf dich, sondern reicht dir die Hand um zu helfen. Niemand stellt das in Frage was man tut und niemand verurteilt dich.
Man kann seine Erfahrungen untereinander austauschen und voneinander lernen. Bevor man raus geht in den Wald oder auf das Feld sucht man selbst erst einmal den Zugang zur Natur. Viele Jahre bevor ich meinen Jagdschein machte, bin ich schon gern in der Natur unterwegs gewesen und habe alles sehr schätzen gelernt. Menschen die mit dem Finger auf uns zeigen sollten weiterhin schlechte Medien zur Aufklärung nutzen, nur leider werden sie dadurch nicht schlauer. Irgendwann werden auch sie begreifen wie sehr sie von diesen Medien an der Nase herum geführt wurden, aber dann gesteht es sich niemand ein falsch gedacht zu haben. Wer keine Moral in seinem Leben hat, sollte sich wohl nicht Tierschützer nennen bzw. die Menschheit dann vor sich selbst schützen. Man sollte nicht vergessen, dass auch wir vom Affen abstammen ;-). Es ist traurig lesen zu müssen, dass sie den Jägern den Tod wünschen, ihre Hochsitze anbrennen, die Kirrungen zerstören und sie sogar mit dem Auto umfahren wollen. Schlimm genug, dass es Menschen gibt die nicht mal Zugang zu sauberen Wasser haben, die aus ihrem Land wegen Krieg fliehen müssen, keine Bildung genießen dürfen – und haben hier solche Probleme. Traurig was aus der Welt geworden ist und wie sie sich immer weiter dahin verändern wird. Sollen sie sich doch bitte ein Hobby oder einen Lebensinhalt suchen der sie voll und ganz erfüllt. Das würde Ich mir für sie alle wünschen.
Menschen die den wahrhaftigen Sinn der Jagd nicht verstehen, werden nie in den Zauber der Natur miterleben, sondern weiterhin in Büchern und Zeitschriften davon lesen müssen. Ihren Kindern anhand von Bildern Tiere erklären müssen, während wir Jäger unsere Kinder mitnehmen und sie an allem teilhaben lassen.
Ich bin so froh mich Jäger nennen zu dürfen und werde immer dazu stehen.


Ich habe wieder viel geschrieben, aber es beschäftigt mich so sehr. Ich hoffe es gefällt euch auch diesmal wieder ein wenig.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, viele schöne Anblicke und Waidmannsheil.

Fühlt euch geherzt






Eure Josi

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