Montag, 4. August 2014

Mein LEBEN als Jungjägerin!!!!


Meine lieben Leser!!!

Seit meiner Prüfung im Mai sind nun fast 3 Monate vergangen. Ich hätte nie gedacht, dass sich das Leben so sehr verändert als Jägerin. Pardon, Jungjägerin  ;-). Nicht nur privat, sondern auch beruflich prägt es mich doch sehr. Gut so wie ich meine.

Wie ihr vielleicht im Blog auch schon lesen konntet, bin ich in Ausbildung zur Erzieherin. Natürlich steht dem Nahe, dass ich mich dann in Richtung Waldpädagogik spezialisiere. Im Kindergarten habe ich schon ein Angebot zum Thema „ Tiere im Wald und Feld“ durchführen können. Die Kinder haben es sehr gut angenommen und viele Fragen gestellt. Ich denke, dass man hier noch mehr machen kann. Von Blättermemories bis hin zu Fühlwegen bzw. Tastmemories. Zu dem Thema habe ich hunderte von Ideen. Hoffentlich kann ich sie bald alle umsetzen. Zum Ausbildungsbeginn mussten wir ja eine Konzeption schreiben. Also wie sollte unsere fiktive Traumkita aussehen. Meine Klassenkameradin und ich konnten uns schnell einigen. Unsere Wald- und Jagdkita wäre schon bombastisch (So mit angrenzendem Wildgehege und Projekten mit Förstern und Jägern das ganze Jahr über). Sobald ich die Konzeption zurück erhalte, werde ich alles ganz genau vorstellen. Bin gespannt was ihr dann dazu sagt.






 

Neben meiner Ausbildung habe ich einen Nebenjob in einem Klamottenladen hier in Leipzig. In meiner Bewerbung schrieb ich bei Hobbys, nehmt es mir nicht übel – (ich selbst sehe die Jagd nicht als Hobby), die Jagd und meinen Blog dazu. Als ich dort anfing und ein wenig über mich erzählte schauten mich meine Kolleginnen mit riesen Augen an. Sie konnten es nicht glauben, bis ich Ihnen Bilder zeigte und genaueres erzählte. Nun fragen sie ab und zu danach und staunen immer noch. Ich muss sagen, ich bin total stolz darauf mich ein wenig von der Gesellschaft abheben zu können. Ich liebe das was ich tue und stehe 10000% dazu. Da kann kommen was will. Ich bin auch froh, dass ich in meiner Klasse so gut akzeptiert werde. In meiner Zeit der Jagdscheinausbildung haben mich alle so gut unterstützt und das, obwohl wir uns erst ein paar Wochen kannten. Schön wenn man nicht gleich abgestempelt wird als „Mörder“.

Gehe ich nun shoppen oder einkaufen merke ich schon wie sich mein Geschmack verändert hat. Viele karierte Blusen für die Jagd, schöne Halstücher mit Jagdmotiven, jagdlicher Schmuck, viel in Grün und Braun - es ist schon ein wenig verrückt. Dann schaue ich lieber nach Waffen und Munition, statt nach Schuhen und Taschen ;-). *hihi*

So ungefähr bin ich dann auch zu meiner ersten selbst gekauften Waffe gekommen. Für mich ein Schmuckstück durch und durch.

Eine Repetierbüchse AKAH-Merkur Modell M98 im Kaliber 7x64ist es geworden. Mein Schmuckstück hat eine weiche Gummischaftkappe und die dreistellige Flügelsicherung. Die Lauflänge beträgt 60 cm und die Schaftlänge 35 cm. Die Gesamtlänge sind 112 cm. Als ich diese Waffe bestellte waren zwei ZF dabei. Einmal ein Kahles Helia 6 S2 6x42 Abs. 1 mein Ansitzglas und ein Kaps 1-4x 22 Abs.2 mein Drückjagdglas. Beides besitzt die Suhler Einhakmontage. Es ist eine gebrauchte Waffe die ich über Egun ersteigerte. Ich bin so stolz, glücklich und zufrieden. Das einschießen ging ohne Mühe(3x9). Sie hat keinen Stecher, aber auch das ist für mich kein Problem. Als mein Schwager sie dann auch für „gut“ befand, war ich noch glücklicher. Jetzt nur noch das erste Stück Wild damit erlegen und dann ist alles perfekt. Aber ich bin genügsam und genieße das was kommt.






Ich muss euch sagen, ich finde gebrauchte Waffen so spannend. Die Geschichte hinter dieser Waffe ist so aufregend: Was hat der Jäger damit schon erlebt und erlegt? Wie hat er sie erworben? Wie viele Jahre hat er sie geführt? Sowas interessiert mich ungemein. Ich brauch keinen neumodischen Schnick-Schnack. Früher haben die Jäger auch so ihr Wild erlegt, also sollte ich das auch hinkriegen ;-). Ich möchte auch auf meine Heym BBF nicht verzichten. Die Waffe, die ich als erstes von meiner Schwester geschenkt bekommen habe. Über die berichte ich das nächste Mal. Der Geruch des Repetierers ist so beruhigend für mich. Sie riecht schon ein wenig nach alt und gebraucht (aber nicht modrig), nach Holz und Öl – aber genau das liebe ich so sehr. Jedes Mal wenn ich meinen Waffenschrank öffne und das rieche, denke ich an die ersten Ansitze mit dieser Waffe. Mich überkommt ein wohliger Schauer auf dem Rücken, dann schließe ich die Augen und rieche den Wald nach einem langen Regenguss und rieche das Rapsfeld, welches bald geerntet wird. Ja das klingt vielleicht alles etwas kitschig, aber es ist wirklich so.

Aber ich bin so froh, dass sich mein Leben in diese Richtung entwickelt hat. Ohne diese Leidenschaft würde mir etwas in meinem Herzen fehlen. Wir Jäger und Jägerinnen sind schon alle etwas besonderes, jeder auf seine Art und Weise. Ich bin froh zu solch besonderen Menschen dazu gehören zu dürfen und die Geheimnisse der Natur selbst erleben zu können.
Mit diesen Worten verabschiede ich mich nun zur Abendruhe. Diese 4 wöchige Jagdpause frustriert mich, aber dank der lieben Sarah und ihrem Freund bin ich nun lange mit ein paar schönen Filmchen beschäftigt. Danke dafür nochmal!!!!!
 
 

Ich wünsche euch noch eine angenehme Woche, stets eine sichere Kugel, wunderschöne Anblicke und viel Waidmannsheil.

Fühlt euch geherzt

Eure Josi

 

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