Freitag, 24. Januar 2014

"Aller Anfang ist schwer - oder auch nicht" ;-) Teil 1


Hallo meine Lieben!

Es tut mir Leid für mein verspätetes Schreiben!
Leider hatte ich am Samstag einen Autounfall und lag daher noch bis Montag im Krankenhaus. Heute konnte ich mich dazu aufrappeln wieder zu schreiben. Leider funktioniert bei mir noch nicht alles wieder so, wie es eigentlich soll.
Ich stelle euch nun die ersten 5 Interviews hoch. Ich persönlich fand es sehr interessant zu lesen und mich mit vielen auch persönlich noch zu unterhalten. Ich werde nochmal die Fragen aufschreiben, damit ihr überhaupt wisst wovon die Personen reden.

Fragen:

1. Alter?
2. Geschlecht?
3. Beruf?
4. Wie bist du zur Jagd gekommen?
5. Wann hast du deinen Jagdschein gemacht und in welcher Kursform?
6. Dein Lieblingsfach während der Ausbildung?
7. Was ist dir schwer gefallen bzw. was hast du nicht gern gemacht?
8. Wer hat dich während der Ausbildung unterstützt?
9. Warum gehst du Jagen? Welche Intention steckt dahinter?
10. Dein schönstes Erlebnis?
11. Wie fühlst du dich als Jäger/in in der Gesellschaft bzw. im Freundeskreis?
12. Besitzt du selber Revier oder einen Begehungsschein?

Interview 1:


1. 21
2. weiblich
3. Hundepsysiotherapeuthin/Hundetrainerin (in Ausbildung)
4. durch die Familie/ Verbundenheit mit der Natur
5. Schnellkurs im August 2013
6. Praxis natürlich...schießen
7. in so kurzer Zeit alles in den Kopf zu bekommen
8. mein Bruder, der selbst Jäger ist
9. Mit der Natur eins zu sein; die Natur so zu erleben wie es sonst nur wenige tun
10. Den Moment, als ich wusste, dass ich den Jagdschein bestanden habe und der erste Flintenkauf 11. Gut! Es wird viel Interesse gezeigt und ich höre nur wenig schlechtes,alle finden es cool, dass ich "als Mädchen" einen Jagdschein habe
12. Begehungsschein
 


Interview 2:
 
Ich bin Männlich,20 Jahre alt und Schreinerazubi im letzten Lehrjahr. Zur Jagd bin ich durch meinen Patenonkel gekommen,er nahm mich damals mit auf n rehwild Ansitz und hat ein Schmalreh erlegt und ich durfe mit bergen und versorgen helfen was ich von Anfang an, von ansprechen bis erlegen über die Rote Arbeit interessant fand. Und dann fing es an... Ich hab einfach Blut geleckt wie man so schön sagt. Ich hab als kleiner Junge schon für die Jägerprüfung gelernt und War auf jeder Treibjagd im Dorf und Nachbardörfern dabei. Irgendwann mit 12 Jahren traf ich beim Gassi gehen mit meinem Terrier ganz zufällig einen Jäger und kam mit ihm ins Gespräch,es stellte sich raus das er Bläservorsitzender war. Das fand ich klasse ,da Brauchtumpflege bei der Jagd meiner Meinung sehr wichtig ist. Durch das Jagdhornblasen lernte ich immer mehr Jäger kennen ,die mich oft in der Freizeit mit zur Jagd nahmen. Ich denke wer Jäger ist weis wie traumhaft und faszinierend die Natur ist. Mit 17 hab ich die Jägerprüfung im 8monate Kurs des Hegerings bestanden. Da ein Kumpel von mir auch die Jägerprüfung machen wollte,lernten wir täglich zusammen und besuchten unseren Lehrprinz der uns neben den Kurs auch super auf die Prüfung vorbereitete (der Vorsitzende der Bläsergruppe) ...mein Lieblingsfach war Wildtierkunde und schwer gefallen ist mir das Jagd- und Waffenrecht...Mein schönstes Jagderlebnis fand im Oktober in Österreich bei meinem Jagdfreund stat,t wo ich auf Gams jagen durfte. Einfach unbeschreiblich. Ich selbst habe einen Begehungsschein ein paar Dörfer weiter.


 
Interview 3:
 
Ich bin 48 Jahre alt, meist weiblich und Krankenschwester im Nachtdienst. Zur Jagd bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kind...mein Patenonkel war schon Jäger..sehr zum Entsetzen der kompletten Verwandschaft. Ich fand das faszinierend, durfte aber nie mit. Also stand für mich schon fest: du heiratest einen Jäger oder Bauern...irgendwas mit Draußen musste es sein! Ich hab bloß den Bauern gekriegt , der wurde aber irgendwann vom Jäger gefragt, ob er ihm nicht seine Wildäcker einsähen würde und etwas später ob er nicht Lust hätte, mal als Treiber mitzugehen. Jaaaaaaaaaaaaaaa...und seine Frau natürlich auch!!! Sehr zum Erstaunen der ausschließlich männlichen Jagdgesellschaft ( vor 20 Jahren war das noch so) brachte so´n Bauer seine Olle mit............und die machte sich innerhalb von ein paar Jahren eine Treiber-Namen! Man begann also mich mit dem Jagdschein zu pisacken "Ich mache erst den Jagdschein, wenn die Straßenpfosten blühen!" Als ich dann meine 2. -3. Sau im Nahkampf mit meinem "Küchenmesser" geärgert hatte, bekam ich erst einen Saufänger und dann die Auflage, den Jagschein zu machen, sonst wäre das langsam lebensgefährlich, was ich da tue **ich hab nix gemacht!!** hihi....
 
Mein Lieblingsfach war Wildbiologie und Recht...schrecklich,oder??....Jagdrecht!!! Schwer gefallen ist mir vor allen Dingen Waffenrecht und Waffenfunktion-Handhabung und -Vielfalt musste man mir 10000000 x erklären, aber dann war gut!

Am meinsten unterstützt hat mich natürlich unser Kursleiter, den hätte ich bei Tag und Nacht anrufen, hinfahren, fragen...nerven können.Oh...übersehen:ich habe meinen Jagdschein 2011 gemacht bei der Kreisgruppe Trier in einem ganzjährigen Kurs.

Warum gehe ich zur Jagd?? Weil ich gerne esse **gg** und aus dem Grund, wie ich zur Jagd gekommen bin. Mein schönstes Erlebnis war die Aufzucht von Mia, ich habe kurz nach dem Bestehen des Jagdscheines ein Rehkitz gebracht bekommen. Mia ist mittlerweile selbst stolze Rehmama und lebt immer noch in "Sichtweite" Ich kann dir gerne einmal Bilder schicken. Auf meiner Seite sind sicher auch welche gepostet. Das war ein supergeniales Jahr, obwohl die Presse zum Schluss echt lästig war
Wie fühle ich mich als Jäger in der Gesellschaft und im Freundeskreis? Ich stoße auf große Verwunderung, wenn ich erzähle, dass ich Jäger bin. Manche verstehen es nicht und möchten auch nicths davon hören, manche Freunde sind sehr interessiert und wundern sich , dass lange nicht alles so gehandhabt wird, wie es so erzählt wird. Vor allen Dingen wundern sich viele über die strengen Vorschriften. Ich freue mich über das großartige Wissen über Natur, Tierwelt und Pflanzenwelt, das ich während der Ausbildung mitbekommen habe und werde auch sehr oft danach gefragt. Meine Freunde kennen mich schon lange und ich habe mich ja nicht grundlegend verändert, seit ich den Jagdschein habe...laufe nicht nur in Grün rum **lach**
 


Nun zur Frage des Reviers: Mein Mann und ein Freund haben zusammen ein kleines Revier gepachtet. Ich bin sozusagen der Hagrid (Jagdaufseher von Harry Potter) der beiden Ich darf dort jagen, soviel ich will, auch in Absprache mit dem Jagdpächter des anderen Revierteiles, und im Nachbarrevier nach Absprache mit dem Jagdpächter (schließlich bin ich für die auch jahrelang auf allen Vieren durch die Hecken gekrochen und tue das auch heute noch mit Leib und Seele....SO!!)
 
Interview 4:
 
1. 16 Jahre
2. Männlich
3. noch Schüler, ab dem 1.8.2014 Ausbildung zum Landwirt
4. durch meinen Vater
5. Ich mache den Jagdschein gerade. Ich gehe 2 mal in der Woche für 2 Stunden zum Unterricht. Jeden Samstag habe ich schießen.
6. Waffenkunde
7. Wildkrankheiten und Jagd- bzw. Waffenrecht
8. Mein Vater, mein Onkel, mein Cousin
9. Ich gehe zur Jagd, weil es ein unbeschreibliches Gefühl ist, des Nachts auf dem Hochsitz zu sitzen und einfach nur die Seele baumeln lassen und wenn es dann irgendwo im Wald knackt, zu merken wie der Puls höher schlägt und man merkt wie mit einem mal alle Sinne geschärft sind. Außerdem ist Jagd für mich Lebensmittelgewinnung!
10. Mein schönstes Jagderlebnis hatte ich letztes Jahr im August in unserem Revier in Brandenburg. Wir sind zum Weizen dreschen hochgefahren und mussten Nachts aufm Hochsitz schlafen. Die 2. Nacht saß ich am Waldrand auf einer Schlafkanzel, 300 Meter links von mir saß ein anderer Mitjäger. Vor uns/mir war Weizen um den schon 2 mal rum gemäht wurde. Wir hatten Vollmond und konnten daher sehr gut auf den hellen Stoppeln sehen. Hinter mir im Wald waren die ganze Nacht die Sauen zugange, ebenso vor mir im Getreide. Der Jagdfreund schoss so gegen halb 1 eine Sau. Auf den Schuss zogen alle Sauen aus dem Weizen über die Freifläche, vor mir- bestimmt 20 Stück... Als es hell wurde, guckte ich mit dem Fernglas hinter mir in den Wald und da zog ein Rothirsch ca. 30Meter neben der Kanzel her auf die Stoppeln und zog dann weiter durch den Weizen. Das beste daran, ich hatte als einziger so viele Sauen gesehen. Die nächsten Nächte war die Kanzel immer mit einem Jäger mit Waffe besetzt aber keiner hat in der Woche da mehr ein Schwein gesehen, geschweige denn gehört.... und es war das erste Stück Rotwild, dass ich in freier Wildbahn gesehen habe.
11. Ich muss mich als Jagdscheinanwärter immer wieder vor meinen Freunden rechtfertigen, warum ich so etwas, in deren Augen grausames machen könnte. Man versucht dann als Jäger seinen Standpunkt zu verteidigen aber die wollen es häufig nicht verstehen...
12. Mein Vater hat ein Revier in dem er als Begehungsscheininhaber mit jagt und in Brandenburg haben mein Onkel und Freunde von dem eine 850 ha große Jagdfläche gepachtet.

 
Interview 5:
 
1. 35
2. Männlich
3. Kaufmann
4. Vater hat auch einen Jagdschein und ich bin als Kind schon immer mitgegangen
5. 2013 in 3,5 Monaten in der KJS Wesel
6. Jagdrecht
7. Federwildkunde
8. Meine Lern-App
9. Jagdschutz/Tierschutz& Bestandsschutz
10. Mein Bock in 2013. er stand in der Blattzeit 1,2 Meter vor mir...
11. Teils/teils. Man stößt in der heutigen zeit leider oft auf Missverständnis und man wird schnell verurteilt... Wäre klasse, wenn der djv mehr Öffentlichkeitsarbeit machen würde...
12. Begehungsschein in einem Niederwild-Revier in Wesel. 400 ha und ich kann tun und lassen, was ich will. Bin sozusagen alleine aktiv im Revier
 
 
So ihr lieben und fleißigen Leser.
Ich hoffe ihr habt genauso viel Spaß daran das zu lesen, wie ich ihn hatte!!
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende, viel Waidmannsheil und bleibt schön gesund bei dem Wetter.
 
Fühlt euch geherzt
 
Eure Josi

    Kommentare:

    1. hi, ich hoffe das es dir wieder besser geht und du wieder fit bist, weiterhin viel spaß mit allem :) lg j.

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    2. Hallo, ja naja bis auf die Schmerzen im Bereich der Rippen ist es okay!! Vielen Dank dir!! Liebste Grüße Josi

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